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Portrait des Gründers Gustav Barth und Hochzeitsfoto der Eheleute Emma und Gustav Barth

 

1865

Gustav Barth, der Firmengründer, wird am 23.05.1843 in Stuttgart geboren - in einer Zeit, als in Deutschland die industrielle Revolution in vollem Gange ist und Dampfmaschine und Eisenbahn nicht nur das Arbeitsleben der Menschen grundlegend verändern.

 

Vor über 150 Jahren nimmt unsere Firmengeschichte ihren Anfang. Mit Gründung der Eisenhandlung der Brüder Gustav und Carl Barth in einem Hinterhaus im Zentrum von Stuttgart, der Tübinger Straße mit der Nummer 2b, wurde der Grundstein für unser heutiges Unternehmen gelegt.

Tübinger Straße in Stuttgart 1872 und 100 Jahre später 1972

 

1872

Das Geschäft entwickelte sich positiv und bald schon wurde es in der Tübinger Straße 2b zu eng. Neue Geschäftsräume finden sich genau gegenüber. Am 01.05.1872 erfolgt der Umzug in die Tübinger Straße 7.

 

1886 - 1888

Neben seiner beruflichen Aufgabe betätigt sich Gustav Barth als Chronist und schreibt unter anderem von 1886 bis 1888 die „Stuttgarter Stadt-Chronik“.

Radierung des Geschäftshauses in der Augustenstrasse 9 1⁄2

1893

Nachdem die Gebrüder Barth knapp 30 Jahre gemeinsam die Eisenwarenhandlung betrieben hatten, kommt es im Dezember 1893 zur Trennung und Aufspaltung der Firma. Während Carl in den mittlerweile erneut zu klein gewordenen Betriebsräumen bleibt, zieht Gustav Barth ab dem 09.05.1894 in die Militärstraße 4/6.

 

1897

Gustav Barth erwirbt das geschichtsträchtige, ehemalige Hofküchengartenhaus in der Augustenstrasse 9 1⁄2 von der Pianofortefabrik Krauß. In diesem Haus wohnte unter anderem Friedrich Schiller, der dort an seinem Wallenstein schrieb.

Hildegard und Dr. phil. Wilhelm Votteler

1899

Am 21.10.1899 heiratet Gustavs Tochter Hildegard den Reutlinger Apotheker Dr. phil. Wilhelm Votteler.

Zeitgenössisches Foto des Betriebs in der Augustenstrasse 9 1⁄2

1902

In diesem Jahr tritt der Schwiegersohn Dr. phil. Wilhelm Votteler als Teilhaber in die Firma Gustav Barth ein. Als Apotheker mit der Chemie bestens vertraut, gelingt es ihm schon bald, neue Produkte zu entwickeln. Fortan können zwei Artikel exklusiv angeboten werden: Dr. Vottelers Blitzkupferbildner und Dr. Vottelers Lötwasser „Sudrol“. Im Hof der Augustenstraße entsteht ein eigenes Bad zur Verkupferung von Stahlblechen. Optisch dem Kupfer ähnlich, finden diese Bleche durch den im Vergleich sehr günstigen Preis großen Anklang bei den Flaschnern. Das Bad wird bis 1944 genutzt, als es bei einem Bombenangriff zerstört wird.

Lagerhalle am Stuttgarter Westbahnhof

1903

Nach dem Bau einer eigenen Lagerhalle am Westbahnhof übernimmt Gustav Barth ab 1903 die Vertretung der Sächsischen Kupfer- und Messingwerke F. A. Lange Grünthal. Da man dort über einen eigenen Gleisanschluss verfügte, können nun auch Kunden im Schwarzwald, dem Bodensee und im Nachbarland Baden per Bahn ohne großen Zeitverlust beliefert werden. Für mittlere Entfernungen, wie etwa das Strohgäu, werden Fuhrmänner beauftragt, die mit Pferdefuhrwerken das Material an die Kunden auslieferten. Um Neukunden zu gewinnen oder bestehende Geschäftsverbindungen zu pflegen, besucht Gustav Barth mit einem Einspänner viele Jahre lang seine Flaschnerkunden. So kann er zu vielen Betrieben einen engen Kontakt aufbauen.

Original Rechnung aus dem Jahr 1902

1914

Am 24.04.1914 stirbt Dr. phil. Wilhelm Votteler unerwartet im Alter von nur 41 Jahren.

 

1928

Gustav Barth stirbt im Alter von 85 Jahren. Die Geschäftsleitung übernehmen Ehefrau Emma und Tochter Hildegard Votteler.

Ursula und Wilhem Votteler

1930

Der erste LKW wird angeschafft. Ein Mercedes Pritschenwagen mit 3,5 Tonnen. Dadurch wird kein direkter Gleisanschluss mehr benötigt und die Lagerhalle am Westbahnhof aufgegeben.

 

1935

Nach der Weltwirtschaftskrise geht es ab 1935 auch bei Barth wieder wirtschaftlich bergauf. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung in anderen Handelshäusern tritt Wilhelm Votteler in die Firma ein.

 

1938

Zu Beginn des Jahres 1938 zählt die Belegschaft 12 Mitarbeiter.

 

1940

Wenige Wochen nach Ausbruch des 2. Weltkriegs stirbt Emma Barth am 04.01.1940, die jahrzehntelang die treibende Kraft der Eisen- und Metallhandlung Barth gewesen war.

 

1941

Am 20.08.1941 heiratete Wilhelm Votteler Ursula Brandenstein, welche ebenfalls eine tragende Rolle in der Firma spielen sollte.

Zerstörtes Geschäftshaus in der Augustenstrasse

1943 - 1944

Sowohl das Privathaus (1943) als auch das Geschäftshaus in der Augustenstraße (1944) werden durch Bombenangriffe im 2. Weltkrieg zerstört. Direkt nach der Zerstörung beginnt Wilhelm Votteler mit seiner verbliebenen Belegschaft die Trümmer zu beseitigen. Der Wiederaufbau erstreckte sich über mehrere Jahre. Die erste große Materiallieferung nach Kriegsende besteht aus 200 Tonnen Stahlrohren, die Wilhelm Votteler mit seinem treuen Mitarbeiter Wolf Pfeffer von Hand ablädt.

 

Wilhelm Votteler leistete durch jahrzehntelange Betreuung seiner Kunden einen wichtigen Beitrag für die stetige Entwicklung der Firma. Der positive Verlauf wird dadurch begünstigt, dass von Anfang an auf bewährte Handelsreisende zurückgegriffen werden kann und der Name „Gustav Barth“ aus früherer Zeit in ganz Baden-Württemberg seinen guten Ruf bewahrt hat.

Gustav Barth Strasse in Stuttgart-Heumaden

1945

Nach Kriegsende ehrt die Stadt Stuttgart den Firmengründer Gustav Barth und benennt eine Straße in Stuttgart-Heumaden nach ihm.

 

Firmensitz ab 1970 in Stuttgart-Vaihingen

1946

Wilhelm und Ursula Votteler bauen mit wenigen Mitarbeitern das Geschäftshaus in Stuttgart-Mitte in der Augustenstraße wieder auf.

 

1957

Am 03.03.1957 stirbt Hildegard Votteler. Ihr Sohn Wilhelm zahlt seine nicht im Unternehmen tätigen Geschwister aus und übernimmt fortan alleine die Metallhandlung. Zu dieser Zeit konnte Auslieferung noch nach dem Grundsatz erfolgen: „Wenn genügend Aufträge vorhanden sind, fährt der LKW." Heute unvorstellbar! Auf Grund der Entfernungen und der damals schlechten Mobilität werden viele Kunden nur alle 8 bis 10 Wochen besucht. Auf Drängen von Ursula Votteler wird ein kürzerer Besuchsrhythmus bei den Kunden eingeführt, nachdem sie erstmals ihren Mann während eines längeren Krankenhausaufenthalts im Außendienst vertreten hatte.

 

1967

Jürgen Votteler, Sohn von Wilhelm und Ursula Votteler, tritt am 01.11.1967 in die Firma ein. Bereits während seines Studiums ist er in unternehmerische Entscheidungen eingebunden. Auf seine Initiative hin wird 1970 eine 6-m-Abkantbank in Betrieb genommen. Dadurch kann der Service wesentlich verbessert werden.

 

1970

Auch das Betriebsgelände in der Augustenstraße 9 1⁄2 bietet inzwischen nicht mehr ausreichend Platz. Nach beharrlichen Verhandlungen, die überwiegend Ursula Votteler führt, kann in Stuttgart-Vaihingen, in der Schockenriedstraße 48 der neue Firmensitz bezogen werden. Am 26.07.1970 erfolgte der Umzug, der mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist. So sind z.B. die kaufmännischen Mitarbeiter über ein Jahr provisorisch in einem im Lager eingebauten Büro untergebracht.

Peter und Jürgen Votteler

 

1975

Am 01.04.1975 tritt Peter Votteler, der jüngere Sohn Wilhelm Vottelers, in die Firma ein und unterstützt seinen Bruder Jürgen Votteler bei der Geschäftsführung.

 

1981

Eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter wird 1981 eingeführt.

Fortbildungskurs Klempner-Falztechnik

 

1982

Als erstes Handelsunternehmen bietet Barth ab 1982 Fortbildungskurse in Klempner-Falztechnik an. Diese werden zunächst vom Diplom-Spenglermeister Hermann Pfisterer aus Olten in der Schweiz an drei bis vier Terminen jeweils im Winterhalbjahr abgehalten. Nach dem plötzlichen Tod von Herrn Pfisterer übernimmt ab 1987 Klempnermeister Wolfgang Breucker diese Tätigkeit.

 

1987

Am 10.09.1987 stirbt Wilhelm Votteler, der bis zu seinem Tod geschäftlich aktiv bleibt. Fortan führt sein Sohn Jürgen Votteler die Geschäfte der Firma.

Barth Metall GmbH in Hainichen

 

1991

Im Herbst sind die Vorbereitungen zum geplanten neuen Standort Hainichen abgeschlossen. Acht Mitarbeiter zählt das Gründungsteam. Nach umfangreichen Bau- und Ausstattungsarbeiten kann der Betrieb in gemieteten Räumen aufgenommen werden.

Baustelle des neuen Hauptsitzes in Renningen

 

1996

Nach 25 Jahren reicht der Platz in Stuttgart-Vaihingen nicht mehr aus. Nachdem in Renningen ein geeignetes Grundstück gefunden wird, bezieht das wachsende Unternehmen im Juli 1997 den heutigen Hauptsitz in der Dornierstraße 7.

 

Nach dem Umzug zieht sich Peter Votteler aus der Unternehmensleitung zurück.

Neues Betriebsgebäude in Hainichen OT Schlegel

 

1997

Auch in Hainichen wird aufgrund des steigenden Warenumschlags mehr Lagerfläche erforderlich. Ein modernes Betriebsgebäude wird im Februar 1997 im Gewerbegebiet Schlegel bezogen.

Niederlassung in Heilbronn, Holzstrasse 3

 

2007

Erweiterung des Liefergebiets auf Rheinland-Pfalz.

 

2008

Eröffnung der Niederlassung Barth Heilbronn durch die Übernahme der Firma Scholpp.

 

2009

Am Stammsitz in Renningen steigt die Zahl der Mitarbeiter auf über 100.

 

2011

Der Maschinenpark wird um eine Forstner Abcoil-Richt- und Querteilanlage und eine Doppelbieger-Kantbank erweitert.

Neues Logo zum 150 jährigen Firmenjubiläum

 

2014

Andreas Votteler, Sohn von Jürgen und Marialuise Votteler, tritt am 01.07.2014 in das Unternehmen ein. Damit arbeitet die 5. Generation im Unternehmen.

 

2015

Barth Renningen hat mittlerweile über 110 Mitarbeiter an den Standorten Renningen, Heilbronn und am ehemaligen Stammsitz in Stuttgart-Vaihingen. Es wird im 3-Schichtbetrieb gearbeitet und 22 eigene LKW liefern Ware an Kunden in ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus. Ein moderner Maschinenpark mit 2 Spaltanlagen und 3 Abkantbänken verarbeitet mehrere tausend Tonnen Material pro Jahr. Bei Barth Hainichen arbeiten mehr als 60 Mitarbeiter an den Standorten Leipzig, Hainichen, Mühlau und beliefern die mittlerweile ca. 1900 Kunden mit 14 LKW.

 

19.+20. September 2015

Mit einer großen Hausmesse wird das 150-jährige Firmenjubiläum gefeiert. Mehr als 2500 Besucher und 50 Aussteller nehmen daran teil.

Dipl. Kfm. Jürgen Votteler

Oktober 2015

Am 16. Oktober 2015 stirbt Jürgen Votteler völlig unerwartet im Alter von 73 Jahren.

 

Er war 48 Jahre engstens mit dem Unternehmen verbunden und hat es über 36 Jahre mit großem fachlichen Können, Weitblick und unermüdlichem und außergewöhnlichem Engagement geführt.

Die Geschäftsführung liegt seither in den Händen seines Sohnes Andreas.

Neue Geschäftsräume der Niederlassung in Heilbronn

 

2017

Durch die Übernahme der Firma Böpple&Maier zum 01.01.2017 kann der Standort in Heilbronn weiter gestärkt werden. Die Mitarbeiterzahl am Standort Heilbronn wächst durch die Übernahme des Großteils der Böpple&Maier Belegschaft auf 9 Personen. Der bisherige Sitz in der Holzstraße 3, wird in die Betriebsräume von Böpple&Maier in die Austraße 57 verlegt.